Giovanni Sammarco
Parfümeur, Gründer von Sammarco. Geboren in Italien, lebt in der Schweiz.
Von der Anwaltsbank zur Parfümerie
Im letzten Jahr seines Jurastudiums entdeckte Giovanni die Welt der Düfte – und war sofort gefesselt. Während er seine Doktorarbeit beendete, spürte er, dass das Komponieren von Parfüms mehr Bedeutung für ihn hatte als jede juristische Laufbahn. Diese Einsicht veränderte alles – und markierte den Beginn eines neuen Lebenswegs.
Wo alles begann
Er brachte sich das Handwerk selbst bei – mit Fachbüchern, Rohstoffen und unzähligen Stunden des Probierens.
Seine juristische Ausbildung erwies sich später als nützlich für Regulierung und Struktur, doch sein Alltag drehte sich bald um Formeln, Mazeration und Evaluation. 2013 gründete er Sammarco als unabhängiges Dufthaus in der Schweiz.
Erste Statements
Vitrum entstand aus einer Bitte der Journalistin Federica, die Vetiver liebte. Giovanni wählte ein außergewöhnliches Vetiveröl, rundete es mit Rose ab und setzte schwarzen Pfeffer für Struktur und Tiefe.
Das Ergebnis: rauchig und sanft, erdig und klar zugleich.
Bond T wurde inspiriert von einem Besuch in der Werkstatt eines italienischen Maître Chocolatier in Pisa. Kakaoabsolue, Patchouli und Osmanthus verschmelzen zu einer warmen, dunklen Komposition – eine Hommage an die sinnliche Tiefe von Schokolade.
Wie er arbeitet
Seine Kreation verläuft in zwei Phasen.
Zuerst experimentiert er frei, bis die Idee im Zusammenspiel der Materialien Form annimmt. Dann folgt die präzise Arbeit – Analyse, Allergenprüfung, Filtration, Abfüllung. Ein Parfüm gilt für ihn als vollendet, wenn Komposition und Name sich gegenseitig tragen. Er sucht weltweit nach außergewöhnlichen Rohstoffen und verbindet Naturstoffe und Moleküle, wenn sie der Idee dienen.
Seine Vision: Sammarco
Die Marke steht für Qualität, Individualität und kleine Auflagen. Jeder Duft soll persönlich sein, nie gefällig oder trendgetrieben. Inspiration findet Giovanni in Menschen, Orten, Büchern oder einzelnen Materialien. Sein Ziel: Düfte zu schaffen, die auf Resonanz stoßen – und ständig neue olfaktorische Territorien zu entdecken.
In seinen eigenen Worten
„Es hat mich augenblicklich gefesselt.“