Bart Puzio
Parfümeur. Gründer von JAN BARBA. Warschau, Polen. Gegründet 2015.
Wie er zur Parfümerie fand
Bart kam nicht über Luxustheken zur Parfümerie. Während seines Studiums in Großbritannien entdeckte er seine Faszination für Naturkosmetik und die Wirkung reiner Rohstoffe.
Ein praktisches Bedürfnis – seine eigenen Hautprobleme zu lösen – wurde zum Einstieg, und Duft folgte ganz selbstverständlich.
Wo alles begann
Ohne Labor und ohne Abkürzungen begann er zu Hause. Er entdeckte alte Cold-Cream-Rezepte, rekonstruierte sie in seiner Küche und lernte durch Experimentieren. Drei Jahre später, nach dem Launch seiner Pflegelinie 2015, brachte er 2018 seinen ersten Duft heraus – aufgebaut auf Inhaltsstoffen, die Wirkung hatten, nicht bloß Füllstoff waren.
Sein erstes Statement
Aiyoku, kreiert 2020, setzte den Ton. Inspiriert von Alex Kerrs Lost Japan, entfaltet sich der Duft von frischer Zitrushelle über moosiges Grün bis hin zu einer erdigen, holzigen Stille, die an Zedernhäuser erinnert, die mit den Hügeln atmen. Er liest sich weniger als Pyramide, sondern als Landschaft – ein Ort, den man tragen kann.
Wie er arbeitet
Jeder Duft muss die Marke weiterentwickeln. Er beginnt mit einer Idee, einer Materialliste und Moodboards, um seine Intention zu teilen. Intuition führt, Struktur verfeinert. Die Winter in Polen helfen dabei – minus fünf Grad, Stille, duftlose Kälte – ein klarer Raum für neue Kapitel. Natürliche Materialien stehen im Zentrum, nicht als Werbeversprechen, sondern als Disziplin – Reichtum statt Füllstoff, Absicht statt Dekoration.
Seine Vision: JAN BARBA
JAN BARBA steht für Handwerk und Tradition, übertragen in die Moderne. Der Name begann als Figur – ein imaginierter Kräuterkundiger mit Bart – und wurde zum Maßstab: Produkte aus hochwertigen Zutaten, die ästhetischen und praktischen Wert vereinen. Originale, keine Varianten. Düfte und Pflegeprodukte, die gelebt wirken – nicht vorgeführt.
In seinen eigenen Worten
„Ich habe sie in meiner Küche nachgebaut.“